Fortbildung Yoga und Trauma 19.10.2019

Fortbildung Yoga und Trauma
in Zusammenarbeit von Yoga für alle e.V.
und Nicole Witthoefft

Yoga und Trauma – warum diese Fortbildung so wichtig für Yogalehrende ist

Der Yogaunterricht für Menschen mit Traumaerfahrungen braucht besonderes Wissen und einen besonderen Blick. Dinge, die für viele von uns alltäglich und normal sind, z.B. ohne Sorgen in einen Yogakurs zu gehen und mitzumachen, ist für Menschen mit Erfahrungen von Grenzüberschreitung oder großer Erschütterung nicht so einfach möglich.

Auch im Yogaunterricht selbst gelten besondere Bedingungen. Traumatische Erfahrungen hinterlassen im Körper-gedächtnis ihre Spuren, die durch Körperarbeit an die Oberfläche gelangen können. So ist es für Yogalehrerende wichtig, über ein Grundwissen bezüglich der Folgen einer Traumatisierung zu verfügen.

Die Ursachen für eine traumatische Erfahrung können dabei vielfältig sein, die Spuren die sie im Menschen hinter lassen weisen immer ähnlich Aspekte auf. Diese Symptome oder Auswirkungen zeigen sich besonders deutlich in einem ambivalentes Verhältnis zum eigenen Körper. Dieses ambivalente Verhältnis kann bedeuten: ich spüre mich selbst nicht gut oder es kann heißen: ich bin mir selbst in mir fremd, oder auch: ich mag meinen Körper nicht!

Yoga kann in diesem Zusammenhang sehr heilend sein, es kann den Kontakt zum Körper und damit zum eigenen Selbst wieder neu herstellen. Durch die einzigartige Verbindung von Atmung, Bewegung und Achtsamkeit sind Yoga-Übungen geeignet, einen ganzheitlichen Heilungsprozess anzustoßen und zu fördern. Menschen mit Trauma-Erfahrung beschreiben ihr Selbstgefühl häufig als gespalten; als Gefühl, im eigenen Körper nicht richtig zu wohnen. Die besondere Chance des Yoga liegt dabei in der Stabilisierung des Selbst-gefühls, der Anregung von Selbstwirk-samkeit und der Harmonisierung des psycho-vegetativen Systems.

Gerade in Zeiten von Krieg, Flucht und Vertreibung gibt es viele Menschen die aktuell traumatische Erfahrungen machen müssen und wir als Yogalehrer können sie unterstützen, wieder heiler und gesunder zu werden. Yoga für alle e.V. hat deshalb zusammen mit der Psychotherapeutin und Kundalini-Yogalehrerin Nicole Witthoefft die Schulung  „Yoga und Trauma“ für Yogalehrende entwickelt.

In dieser Kurzfortbildung werden sowohl die Entstehung, als auch die Auswirkungen einer Traumatisierung thematisiert. Darüber hinaus werden wesentliche Wirkprinzipien des Yoga und ihre Heilwirkung für Menschen mit Trauma Erfahrungen benannt und mit Praxisbeispielen vermittelt und erübt. Es gibt viele Anwendungs-beispiele für den Yogaunterricht mit traumatisierten Menschen.

Anmeldung: https://www.yogahilft.com/yoga-und-trauma/

Nicole Witthoefft

Psychotherapeutin,
integrative Therapeutin (Gestalttherapie, Core Dynamik), Heilpraktikerin für Psychotherapie, Yogalehrerin, Dipl.-Kunsttherapeutin, Dozentin am Thalamus-Institut Hambung, Ausbilderin der Fachausbildung Kinderyoga im 3HO e.V.